Studie

Chirurgischer Rauch – Gefährdungswahrnehmung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen im OP

Kurzname: CIRRUS

Chirurgische Rauchgase entstehen bei Laser- oder Elektrochirurgie durch intensive thermische Einwirkung auf menschliches Gewebe. Die Einzelstoffe können übelriechend, akut und chronisch schädigend und Träger für Infektionserreger sein.

In der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 525 "Gefahrstoffe in medizinischen Einrichtungen" wurde Ende 2014 ein Kapitel zu entsprechenden Schutzmaßnahmen für exponierte Beschäftigte im OP formuliert.

Bislang war unbekannt, in welchem Ausmaß die empfohlenen Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in deutschen OPs eingehalten werden und welche Barrieren in der betrieblichen Praxis evtl. eine angemessene Umsetzung verhindern. Eine systematische Befragung exponierter Berufsgruppen sollte diese Fragen beantworten und ermitteln, wie die Gefährdung durch chirurgische Rauchgase von den Beschäftigten wahrgenommen wird.

Neben Chirurgen aus ausgewählten Fachbereichen im stationären und ambulanten Sektor wurde Anästhesie- und Operationstechnisches Assistenzpersonal befragt.

Darüber hinaus wurden auch Vertreter von Geräteherstellern und -vertreibern zu ihren Wahrnehmungen in halbstandardisierten Interviews telefonisch befragt.

Die Studie erfolgte mit finanzieller Unterstützung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Köln (BGW).

 

Publikation

Michaelis M, Hofmann FM, Nienhaus A, Eickmann U. Surgical Smoke—Hazard Perceptions and Protective Measures in German Operating Rooms. Int. J. Environ. Res. Public Health 2020, 17(2), 515; doi10.3390/ijerph17020515